Arn + Partner AG Architekten ETH HTL SIA, Münchenbuchsee      

Stadthaus Luzern


6004 Luzern
Renovation / Umbau Wohnhaus


Bauherrschaft 
Frau Maria-Theresa Hoehener und Herr Johannes Hoehener

Projektdaten 
Volumen SIA 116:

1'150 m3

Geschossfläche SIA 416:            

380 m2

Fertigstellung:

2006


 
 
 

Konzeption


Die Sanierung des bestehenden Gebäudes

Die Gebäudehülle wurde sanft renoviert. Charakteristische Details wie die Ausbildung von Ort und Traufe, die Verputzstruktur, das Garagen- und das Gartentor, die Fassadenfarbe und die rote Farbe der Fenster, Jalousien und Rollläden wurden beibehalten.

Im Innenraum waren die Eingriffe tiefer. Abgesehen von der schönen Treppenanlage und dem Parkett im Wohn- und Esszimmer wurde der ganze Innenausbau neu gestaltet.

Der Anbau
Der Wohnbereich wird durch den Anbau vergrössert und mit der grossflächigen Verglasung zum Aussenraum, zum Licht und zur Aussicht geöffnet. Der Anbau ist eine Brücke zum westseitig liegenden, oberen Gartenniveau. Das Wohngeschoss erhält einen starken Aussenraumbezug, der vor dem Umbau gefehlt hat.

Der Anbau ist aus 3 Winkeln und einer Bodenplatte aufgebaut. Der erste Winkel besteht aus Stahlbeton und bildet die Auflagermauer für die Bodenplatte und den Unterbau der Terrasse. Er ist auf die bestehenden Gartenmauern in Naturstein aufgelegt oder flächenbündig in diese integriert. Der zweite Winkel besteht aus schwarzem Eternit und bildet die geschlossene Fassade und das Dach. Er schützt vor Witterungseinflüssen und gibt Rückendeckung. Er ist an das bestehende Gebäude angelehnt und mit einer feinen quadratischen Stahlstütze abgestützt. Der dritte Winkel besteht aus Glas. Die Verglasung ist rahmenlos und raumhoh (Skyframe) und bildet eine kaum sichtbare Membran zwischen Innen und Aussen. Die Bodenplatte ist mit dem gleichen Mittelfriesparkett belegt, wie er im bestehenden Wohnzimmer angetroffen wurde.

Der Übergang vom bestehenden Gebäude in den Anbau ist nur an der Verglasung ablesbar. Der Bodenbelag wurde ohne Schwelle oder Zwischenstücke ergänzt, die Decke und die Rückwand laufen ohne Versatz oder Sturz durch.

Das Bodenniveau des Anbaus ist identisch mit der Pergolakonstruktion.
Einmal mit wildem Wein bewachsen, bildet die Pergola im Sommer einen grünen und im Herbst einen roten Teppich vor dem Anbau und der Terrasse.

Die Pergola deckt einen Kiesplatz auf dem unteren Gartenniveau. Eine Wegverbindung führt von dort unter dem Anbau hindurch zum oberen Gartenniveau.

Die Lukarnen
Die bestehenden Lukarnen wurden abgebrochen und durch neue, gestalterisch zum Anbau passende Bauteile ersetzt.
 
 

Konstruktion


Bestehendes Gebäude: Zweischalenmauerwerk, Abrieb (Glättung).
Anbau: Holzelementbau.
Fassadenplatten: Eternit Carat.
Verglasung: Skyframe.
Warmwasser solar.